Engineering-Data-Management und artverwandte Werkzeuge zur Optimierung der technischen Prozesskette

 

 

Die Vorlesung findet als 2-stündige Wahlpflichtfach-Veranstaltung im Rahmen einer Blockvorlesung an 2 mal 2 Tagen statt und vermittelt das Basiswissen über integrierte Systeme zur Optimierung der technischen Prozesskette (wie CAD, CAM, CAE, ...) sowie die Kopplung der Systeme mit kommerziellen Systemen. Daneben wird dargestellt, wie mit artverwandten Werkzeugen im Bereich „Supply Chain Management“ sowie „eProcurement“ und „eBusiness“ mit Hilfe Web-basierter Tools eine integrierte Basis für die Konstruktion und den Einkauf von Zukaufteilen im direkten und indirekten Materialbereich geschaffen werden kann, um die Kosten im Einkauf wie auch durch die Optimierung der Geschäftsprozesse zu reduzieren.

Neben den Strukturelementen und Funktionen von Engineering-/Product-Data-Management-Systeme wie:

bullet

Konstruktions- / Variantenstücklisten

bullet

Sachmerkmalsleisten (nach DIN)

bullet

Workflow-Management

bullet

Konfigurations-/ Versions-Management (mit Historie)

bullet

Engineering Change Request /Engineering Change Order Management (ECR/ECO)

bullet

Dokumenten-Management mit Archivierung

bullet

Systemintegration des technischen Umfelds (CAD, CAM, DTP, Office, Projekt-Management)

werden auch die weiterführenden Funktionen im Bereich „Component- und Supplier-Management (CSM)“ sowie im Umfeld des „Supply Chain Managements (SCM)“ sowie deren Umsetzung mittels Web-basierter Tools besprochen.

Aufgrund der steigenden Wettbewerbsbedingungen suchen die Unternehmen weitere Möglichkeiten die Produktivität zu steigern sowie die Kosten des Unternehmens sowohl im Bereich der direkten Einkaufsgüter wie auch der indirekten zu reduzieren.

Die Steigerung der Produktivität wird durch Einsatz moderner Produktdaten- und Dokumenten-Management-Systeme erreicht, die sowohl mit den vertikalen Erzeugersystemen (CAD, DTP, ...) aber auch mit den horizontal vorhandenen Daten-Management-Systemen (Wertschöpfungskette) integriert sind. Der direkte Nutzen dieser Systeme ist dabei nur schwer messbar. Eine signifikante Kostenreduzierung ist mit diesen klassischen Datenverwaltungssystemen ebenso wie mit ERP-Systemen nur schwer nachweisbar.

Eine wirksame Kostenreduzierung wird dabei nur durch die kritische Betrachtung der großen Kostenblöcke (direkte und indirekte Materialien) der Unternehmen möglich. Nur z.B. durch eine Bündelung der Einkaufsaktivitäten wie auch durch eine absolute Transparenz des Einkaufsverhaltens sowie der erforderlichen Güter ermöglicht es diese Ziele zu erreichen.  Systeme, die dies einerseits im internen Bereich („Inbound Supply Chain“) ermöglichen und andererseits die Zulieferkette im Produktionsbetrieb („Outbound Supply Chain) leisten und eine Optimierung ermöglichen werden vorgestellt und deren Funktionen und Nutzen besprochen. Insbesondere durch die Leistungsbandbreite des Internets - das sich diese Systeme zunutze machen - sind hier erhebliche Einsparungen in den Unternehmen in extrem kurzer Zeit realisierbar und nachweisbar. Angefangen bei Themen im Umfeld des „eProcurement“ zur Beschaffung der indirekten Materialien bis hin zu „Marktplätzen“ z.B. für Ausschreibungen sowie zu weiteren dedizierten Fragestellungen finden diese innovativen Methoden Einsatz in der Planung und Steuerung der Kosten und Prozesse.

Die Vorlesung wendet sich vor allem an Studenten, die sich gern mit innovativen Technologien auseinandersetzen und in einem wachsenden Markt anspruchsvolle Aufgabengebiete suchen. Gerade diese Technologien werden in den nächsten Jahren in zunehmendem Maße nachgefragt, das vorhandene "Know How" ist bisher nur sporadisch vorhanden.

 

© by Hartmut Petters